Historie Kirchengemeinde

Der Ort Wannbach gehörte ursprünglich zur Pfarrei Pretzfeld. Für Wannbach läßt sich für 1592 eine „St. Veitskapelle“  als Filiale von Pretzfeld bezeugen, die allerdings in den Wirren des 30-jährigen Krieges verfiel. Die Gemahlin des Anselm Christoph von Egloffstein, die in Wannbach wohnte, wollte an dieser Stelle wieder ein Kirchlein aufbauen, in dem evangelische Gottesdienste gehalten werden sollten. Hierzu wurde ihr jedoch die Genehmigung von Bamberg verweigert.

Im Rahmen der  Säkularisation wurden die kirchliche Angelegenheiten neu geordnet. Für das aufgelöste Hochstift Bamberg war seit dem Jahr 1803 die Regierung von Oberfranken für die Christen in der Region zuständig.

Trotz der Widerstände einzelner Orte wurden im Jahr 1826 die bisher zu Pretzfeld gehörigen evangelischen Christen der Orte Wannbach, Lützelsdorf, Pfaffenlohe und Urspring in die Pfarrei Hetzelsdorf umgepfarrt. Im Jahr 1830 folgen auch die Orte Wolkenstein, Thosmühle, Eberhardstein und Buckenreuth. Die Umpfarrung der evangelischen Bürger von Pretzfeld wurde im Jahr 1868 vorgenommen.

Doch der Wunsch nach einer eigenen Kirche im unteren Trubachtal hat die Gemüter immer wieder beschäftigt. Im Jahr 1843 hat der damalige Besitzer der Thosmühle, der Müller Weiland Sigmund Gabriel Busch, nach dem Tode seiner Frau der Gemeinde Wannbach eine Wiese mit dem Zweck gestiftet, dass in Wannbach eine eigene Kirche errichtet werden soll. Zwei Jahre später wurde von ihm die Stiftung der Johannistag-Gottesdienste begründet, wonach jeweils am Tag der Geburt Johannes des Täufers (24. Juni) ein Gottesdienst in der dann neuen Kirche gefeiert werden soll.

Ende des 19. Jhd. lebte der Gedanke nach der eigenen Kirche wieder auf. In Hetzelsdorf war die alte Kirche baufällig geworden, sollte abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden.  So wurde im Februar 1894 ein Wannbach ein Kirchenbauverein gegründet, der sich den Bau einer eigenen Kirche zum Ziel gesetzt hatte. Der Verein war im Vereinsregister eingetragen. Sein erster Vorstand war der damalige Pfarrer in Hetzelsdorf, Leonhard Winter.

Bereits im Jahr 1895 gab es erste Pläne, erstellt vom  Nürnberger Architekten Theodor Eyrich, für eine Kirche mit 26 Bänken und drei Glocken, wovon die erste bereits in der alten Schule vorhanden war.

Der Kirchenbauverein Wannbach kaufte das alte Schulhaus, das 1840/41 gebaut worden war und im Jahr 1901 durch einen neues Haus mit zwei Schulsälen ersetzt wurde, und nutzte es als Betsaal. Der erste Weltkrieg mit der folgenden Inflation hat den größten Teil des Vermögens des Kirchenbauvereins vernichtet.

Gefördert durch den von 1916 bis 1927 in der Pfarrei Hetzelsdorf Dienst tuenden Pfarrer Kern konnte im Jahr 1927 die Bildung einer eigenen Kirchengemeinde Wannbach gefeiert werden. Nun sollte auch bald der Bau einer Kirche in Angriff genommen werden.